1. Videomeeting im Fach Biologie im Corona-Homeoffice

beitraege biologieDie 9. Klassen trafen sich erstmalig zu einem Videomeeting im Fach Biologie

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Was für eine Freude, als wir uns im Videomeeting gesund und munter wieder gesehen und gesprochen haben.

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Seit den Schulschließungen habe ich mich intensiv mit Videomeetingsystemen in meinem Homeoffice beschäftigt. Mir war sofort klar, dass das eine coole Möglichkeit sein wird, miteinander in Kontakt zu treten. Mir war auch sofort klar, dass es datenschutzrechtlich immer problematisch ist, sich in Videokonferenzen zu treffen, da die Systeme meist über nicht europäische Server laufen. Dazu ein Link vom Datenschutzzentrum (zur pdf„Datenschutz: Plötzlich Videokonferenz – und nun?“

Schnell schossen Videokonferenzsysteme wie Pilze aus dem Boden, wie z. B. Zoom, das seit dem Beginn der Coronakrise sehr beliebt wurde und auf das sich viele stürzten, weil es wohl einfach und intuitiv zu bedienen ist. Nach und nach traten aber hier besondere Datenschutzprobleme auf. Für Schulen ist Zoom aus meiner Sicht eher nicht geeignet.

Zufällig wurde ich über Hagen Graf auf die Open Source Software Jitsi Meet aufmerksam. Mit Jitsi Meet lassen sich Videokonferenzen ziemlich problemlos durchführen. Für die Teilnahme an einer Videokonferenz benötigt man einen modernen Webbrowser (etwa Chrome, Firefox macht z. Z. noch Probleme) oder ein Smartphone mit der JitsiApp für Android oder für Apple. Es wird auf ausreichend Datenschutz geachtet.

Siehe auch hier auf dem Portal "Einsatz von Onlineanwendungen", im Slider "Audio- und Videoplattformen", im unteren Bereich der Webseite.

Dieses Videomeetingsystem scheint mir für Schulen sehr geeignet, weil es eine europäische (französische) Entwicklung ist und über einen europäischen Server läuft. Ein für mich entscheidender Vorteil ist aber, dass man keinen Account benötigt. Lediglich wird ein Raumname angelegt und wer diesen kennt, kann am Meeting teilnehmen.

Gesagt, getan. Viele Schülerinnen und Schüler der 9. Klassen nahmen heute erstmalig an so einem Meeting im Fach Biologie teil. Für den moderierenden Lehrer aber auch für die Schülerinnen und Schüler eine aufregende Herausforderung.

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Teilweise bis zu 21 Leute waren online und konnten sich unterhalten, chatten und zwischendurch die Lösungen der vorher bearbeiteten Arbeitsblätter abschreiben oder über einen Screenshot sichern.

Für die Arbeit im Homeoffice war es für mich eine große Bereicherung. Wenn es notwendig ist, sich in einer Lerngruppe oder in einer Fachkonferenz zusammen zu setzen, ist Jitsi wirklich nützlich. Die Daten sind verschlüsselt, es ist 100% Open Source Software.

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Hier eine Bildschirmfreigabe eines Schülers im Fach Englisch nach dem offiziellen Meeting...Läuft?

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